Tipps für die (PC-)Coloration

Vorweg: dieser Text ist für PC-Colorationen geschrieben, prinzipiell gilt der Inhalt aber auch für alle anderen Arten der Coloration.

Es gibt im Internet x verschiedene Tutorials zu PC-Colorationen in verschiedensten Stilen. Mir haben sie nie wirklich geholfen, weil sie meistens nur das Können des Erstellers dokumentieren, anstatt einem Anfänger zu zeigen, was genau er besser machen kann. Dabei gibt es einige Grundlagen, die, wenn man sie beachtet, viele Colorationen deutlich aufwerten.


Mischt harte und weiche Schattierungen

In der Realität gibt es immer weich verlaufende und hartkantige Schatten: Die weichen entstehen, wenn ein abgerundetes Objekt sich allmählich vom Licht entfernt, die harten, wenn etwas im Weg ist und das Licht daran hindert, ein Objekt zu beleuchten oder durch eine Kante eine abrupte Abwendung vom Licht entsteht.
Viele Zeichner neigen dazu, fast ganz auf die harten Schattierungen zu verzichten, dadurch wirken ihre Colorationen oft sehr unnatürlich. Überlegt euch deswegen bei jedem Schatten, wodurch er entsteht und ob wie hart seine Kante sein sollte, das macht wirklich viel her.


Vermeidet Schwarz und Weiß für Schattierungen bzw. Highlights

Schwarz und Weiß sind keine Farben, das habt ihr sicher schon oft gehört. Das sagt man, weil sie gar keine Sättigung besitzen und genau deswegen solltet ihr ganz darauf verzichten, sie mit heruntergeschraubter Deckkraft für Schattierungen und Lichteffekte zu nutzen. Sie setzen sonst auch die Sättigung der Grundfarbe herunter und lassen den Farbton schmutzig wirken.
Benutzt stattdessen einen kräftigen, deutlich dunkleren Ton der Grundfarbe für Schattierungen; für Highlights bietet sich ebenfalls ein kräftiger, hellerer Ton an. Obwohl es bei vielen verpönt ist, nutze ich ab und an auch den Abwedler für Highlights, allerdings immer im Modus „Lichter“, der sich in Photoshop oben auswählen lässt (standardmäßig ist wohl „Mitteltöne“ gewählt).


Blau gibt Tiefe

Um eure Schatten ein wenig mehr zu betonen, lohnt es sich, ein wenig Blau oder Violett dazuzumischen. Probiert da einfach ordentlich mit der Deckkraft und dem genauen Farbton herum, zu jeder Farbkombination passt etwas anderes.


Kräftig Mischen

Die Farben innerhalb eines Bildes harmonieren besser miteinander, wenn man sie ein wenig durchmischt. Wenn ihr eine Fläche coloriert, nehmt einfach etwas von den Farben, die sich um sie herum befinden, und mischt es mit geringer Deckkraft in die Schatten. Das Ergebnis ist eine rundere Farbstimmung, wobei ihr natürlich auch darauf achten müsst, nicht allzu viele verschiedene bunte Farben im Bild zu verteilen.

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